Dienstag, 27. August 2013

Wieder auf dem R1

Heute früh weckt mich die Kälte. Nachts ist es jetzt schon sehr frisch und so ein Bungalow kühlt schnell aus. Es ist aber auch Zeit  aufzustehen.g
Waschen,  Frühstück,  dann schnell noch das Fahrrad bepacken ind schon stehe ich zusammen mit den Hamburgern am Schiff. Das Aufladen der Fahrräder übernimmt die Crew. Es ist genug Platz für alle da.
In Nida treffe ich wieder auf den Europaradweg R1, den ich im polnischen Frombork (Frauenburg) am letzten Donnerstag verlassen hatte.
Nida (Nidden) ist ein schickes Urlaubsörtchen mit farbigen Holzhäusern, vielen Restaurants und einer am Haff entlang führenden Uferpromenade.
Leider habe ich ziemlich heftige Schmerzen im linken Bein, so dass ich auf Sightseeing verzichten muss. Eigentlich wollte ich mir heute das Thomas-Mann-Museum ansehen.  Der hatte hier ein schönes Sommerhaus und konnte ohne Visum über Königsberg anreisen.
Ich setzte mich also nur an die Promenade, schaue den Möwen zu und mache mein Bein lang.
Dann fahre ich über einen vorzüglichen Radweg Richtung Klaipeda. 
Wer wie ich glaubte, dass man über einen schmalen Streifen Land radelt und ständig die Ostsee oder das Haff sieht, der irrt sich. Nachdem ich Nida verlassen habe, sehe ich das Haff nur noch einmal und die Ostsee garnicht. Die Nehrung ist relativ breit und meistens fährt man durch schöne Nadelwälder.
Die Ostsee versteckt sich hinter hohen Dünen. Weil man zu deren Überwindung steile Treppen steigen muss, habe ich heute darauf verzichtet - ich kenne die Ostsee ja schon.
Der Radweg ist sehr gut ausgeschildert und in gutem Zustand.
Dann winkt schon Kleipeda (Memel). Die einzige Verbindung zwischen Ostsee und Haff trennt Klaipeda und will mit der Fähre überwunden werden.
Erwartungsgemäß waren es heute nur 74 km.
Die Straßen in der Innenstadt von Klaipeda erinnern an Babelsberg - Kopfsteinpflaster.
Eine Unterkunft finde ich schnell nahe der Altstadt. Mein Fahrrad steht sicher im Treppenhaus. 
Und endlich habe ich wieder eine Internetverbindung über WLAN. 
Mein Provider hat sich noch nicht wieder gemeldet.  Es scheint so,  dass ein Hacker meine Verbindung gekapert hat,  um schnell und kostenlos große Mengen Daten zu saugen.
Ich hatte vorgestern Abend  kurz hintereinander mehrere Warnmeldungen de Providers,  als ich mein Blog schrieb. 
Egal, die Reise geht jetzt mit großen Schritten dem Ende entgegen. Donnerstagabend werde ich die Fähre nach Sassnitz nehmen und Freitag gegen mittag dort ankommen. 
Dann kommt der schwierigste Teil der Reise,  die Fahrt mit der DB ...

2 Kommentare:

  1. Hatte gestern schon deine Ausführungen vermisst! Aber jetzt weiß woran es lag. Hoffe deinem Knie geht es bald wieder besser. Susi M.

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  2. Danke, meinem Knie gehts wieder wunderbar, wie du Donnerstag lesen kannst, hat es mich durch die halbe Stadt getragen.

    Morgen ist sicher wieder Sendepause, weil es auf diesem Schiff kein Internet gibt. Wahrscheinlich werde ich während der Überfahrt was aufschreiben und dann in Sassnitz übertragen.

    Also noch rechtzeitig vor dem Wochenende ...

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