Samstag, 17. August 2013

Einmal um die ganze Welt ...

... und die Taschen voller Geld - kann man in Polen ganz leicht haben. Man braucht nur in ein SKLEP gehen, den es in fast jedem Dorf gibt (Dorf-Konsum oder Tante-Emma-Laden sind ähnliche Bezeichnungen) und wie ich, eine Flasche Wasser und zwei Äpfel für 3, 64 Zloty kaufen, einen 10-Zloty-Schein geben und unendlich viele Münzen zurück bekommen.

(Übrigens habe ich mich tatsächlich dazu hinreißen lassen, die Schnulze von Karel Gott lauthals zu singen.Hat ja keiner gehört.)

Gratis gabs dazu ein "Gespräch" über Fahrradfahren und das Wetter.  Die beiden Damen im Laden waren neugierig, sprachen aber nur polnisch. Irgendwie haben wir aber doch geklärt, woher ich komme und dass es sehr heiß ist. Unglaublich, wieviel Zischlaute in wenige Worte passen - geschrieben ist es noch dramatischer.  Es war jedenfalls sehr lustig und mein Fahrrad stand die ganze Zeit unangeschlossen mit dem Smartphone am Lenker vor der Tür. Alles kein Problem.
Einige Worte habe ich inzwischen im Gebrauch. Ganz wichtig natürlich: Dzien dobre - gesprochen eher wie Jeans ohne "s" und dobri. Ganz cool kann man als Kenner auch nur "dobri" sagen. Ansonsten sind natürlich bitte, danke und auf Wiedersehen ganz praktisch- und tak/nie also ja/nein.
Der Rest der polnischen Sprache hört sich für mich ähnlich diffus wie arabisch an.
Bei Einheimischen, die mir unterwegs begegnen, kann ich mit meinen rudimentären Sprachkenntnissen sowieso nichts anfangen. Selbst auf der einsamsten Landstraße wird nicht gegrüßt sondern weggeguckt. 

Apropos Landstraße, stellvertretend für die vielen Vögel, Igel, Mäuse, Kröten und Undefinierbaren, die mir täglich auf der Straße begegnen, habe ich dieses Füchslein aufgenommen.

Opel ist hier die absolut dominierende Automarke.Ich habe eine Idee, woran das liegen könnte.  Vielleicht erzähle ich das ein anderes mal ...

Der Höhepunkt des Tages war aber ohne Zweifel mein Besuch in Bagdad. Es war gefährlich, aber ich konnte sehen, dass es voran geht. Gerade wurde das marode Wartehäuschen der Bushaltestelle frisch gestrichen.

Bei 30 Grad bin ich heute nach 122 km in Koronowo, alter Name Krone, angekommen. 

3 Kommentare:

  1. Nun ja, wären alle Autos, für die Abwrackprämien bezahlt wurden, tatsächlich in Hochöfen gelandet, dann hätten wir womöglich Stahlwerke bauen müssen, ... oder so ;-)

    AntwortenLöschen
  2. Hi Peter,
    die Fuchse sind am besten im Winter zu jagen. das Pelz soll im Winter besonderes gut sein. Aber im Winter fährst du ja nicht durch Polen ;-).
    Alexej

    AntwortenLöschen
  3. Noch so ein Klischee. Die Autoflotte sieht hier nicht anders aus als in Deutschland. Möglicherweise mussten aufgrund der Fahrweise der polnischen Autofahrer auch schon wieder neue Modelle her.

    Also den Fuchs habe nicht ich erlegt, ich treffe ja nicht mal die Rehe, die direkt vor mir aus dem Maisfeld kommen.
    Außerdem trug man bei uns immer denPelz nach außen, es ging nicht um Wärme sondern um Aussehen. So gesehen ist er doch nicht so übel

    AntwortenLöschen