so beginnt die polnische Nationalhymne. Zwar verabschiede ich mich morgen aus Polen mit dem Eindruck, dass Polen und Fahrrad nicht zusammen passen. Vielleicht mit einer Ausnahme: ins SKLEP zum Bier holen.
Aber möglicherweise wirds ja noch in ferner Zukunft was.
Heute habe ich mich erstmals in Polen an einem beliebten Hotelproblem erfreut: der Duschkopf hängt wie ein Lämmerschwanz am Haken und lässt sich nicht fixieren.
Wenn Frauen in der Variante "ohne Haare" duschen, dann geht das noch, bei mir ist das immer ein Ärgernis.
Insgesamt gibt's über Hotels in Polen nichts zu meckern. Alles ist sauber und ordentlich.
Heute gab's zum Frühstück Quarkplinsen in mehreren Varianten. Auch die beliebten sauer eingelegten Champions hatte ich schon.
Heute stand eine relativ kurze Etappe nach Goldap auf dem Programm. Goldap deshalb, weil es die letzte Stadt ist, bevor ich links nach Litauen abbiegen will. Auf dem Weg dorthin gab's sehr schöne Landschaft und zwei kräftige Regenschauer.
Erster Stopp war Lötzen (Gizycko), ich glaube, dass ist der größte Ort in Masuren. Über die malerische handbetriebene Drehbrücke bin ich gerade noch rüber gekommen, dann wurde sie aufgemacht.
Auf deranderen Seite verwickelte mich eine Horde gelangweilter Senioren inein Gespräch übers Fahrradfahren. Beinahe hätte ich den Brückenschwenk verpasst.
Anschließend ging es ständig bergauf und bergab durch zahllose kleine Dörfer
Es gibt relativ viele Bauruinen und alte verfallene Häuser hier, aber merkwürdigerweise wird oft direkt daneben neu gebaut.
Das am häufigsten vorkommende Verkehrsschild musste ich auch mal fotografieren
Kleiner Hinweis: es ist kein Reh.
Goldap ist ein eher langweiliger kleiner Ort mit einem rechteckigen großen Platz im Zentrum, der leider zur Hälfte als Parkplatz missbraucht wird.
Überhaupt scheint sich in Polen vieles dem Auto unterzuordnen.
Am ulkigsten finde ich aber das Hotel. Es erscheint total überdimensioniert für den kleinen Ort. Alles ist nobel eingerichtet und mit einem runden Bankettsaal ausgestattet. Der junge Kellner scheint mit insgesamt sechs Gästen völlig überfordert zu sein.
Die übrigen Angestellten bereiten scheinbar so eine Art Ball der Wirtschaft vor und bügeln im Bankettsaal die Tischdecken. Es wirkt sehr skurril, weil Schein und Sein einfach nicht zusammen passen.
So, morgen geht's nach Litauen
Ich bin sehr gespannt und ihr hoffentlich auch!
Ein gemeinsamer Freund, Uli Scheer, hat mir den Link für diesen Blog geschickt. Und so verfolge ich diese Tour mit Spannung. Vor etwa 10 Jahren war ich selbst einmal in Masuren und einmal im Ermland, Elblaq. Vieles kommt mir ganz bekannt vor, allerdings hatte ich die Straßen nicht so schlimm in Erinnerung. Übrigens, auch wir (mit Uli) planen für das nächste Jahr eine Polentour. Allerdings auf dem Ostseeküstenradweg, über Danzig, Masuren nach Klaipeda. Ich wünsche Dir eine gute unfallfreie Weiterreise voller interessanter Eindrücke und freue mich auf die nächsten Berichte. Liebe Grüße aus Kappeln
AntwortenLöschenIch freue mich sehr, dass die Lesergemeinde noch anwächst. Das spornt mich an, jeden Abend etwas mühselig die Ergüsse in das Smartphone einzugeben. Allerdings ist es ja alles schon im Laufe des Tages im Kopf entstanden.
AntwortenLöschenWas die Straßen angeht, ist das natürlich nur meine subjektive Wahrnehmung von den Straßen, die ich befahrenen habe. Es gibt sehr gute Straßen in Polen und auch miserable, Nach meinem Eindruck gibt es aber nicht so viele durchschnittliche.
Herzliche Grüße nach Kappeln!
Also, auf dem Schild, das kann nur ein Hasesein. Ganz sicher. Du Ball der Wirtschaft, Du! Aaaaaaaaaarrrrgh!
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