Auf der als Bett dienenden Klappliege wurde ich nach kurzer Nacht schon um 6.30 wach. Frühstück gabs ja nicht, also wollte ich mir was zu essen holen. Fehlanzeige, der Ort lag noch im Tiefschlaf. Also ab die Post, Müsliriegel und Wasser mussten erst mal reichen. Zwischendurch habe ich mal Wikipedia befragt- alles klar - Mariä Himmelfahrt, ein hoher katholischer Feiertag!
Der Tag fing gut an und ging genau so weiter ...
Bei einer Ortsdurchfahrt kam ein mittelgroßer Hund aggressiv auf mich zu, da half nur, in die Pedalen zu treten, bis er keine Lust mehr auf Menschenfleisch hatte.
Zwar hatte ich das Pfefferspray mit, aber es ist wie mit dem Regenschirm, wenns regnet ist er nicht griffbereit. Ich bin dann mit dem Spray in der Hand weitergefahren, aber es war kein passender Hund mehr da.
Bei einer Ortsdurchfahrt kam ein mittelgroßer Hund aggressiv auf mich zu, da half nur, in die Pedalen zu treten, bis er keine Lust mehr auf Menschenfleisch hatte.
Zwar hatte ich das Pfefferspray mit, aber es ist wie mit dem Regenschirm, wenns regnet ist er nicht griffbereit. Ich bin dann mit dem Spray in der Hand weitergefahren, aber es war kein passender Hund mehr da.
Kurz danach kam ich durch Nowa Wies, ein Stück Babelsberg in Polen - oder eher umgekehrt.
In Miedzyrzecz, früher mal Meseritz, habe ich noch eine monumentale neue Kirche in der Plattenbausiedlung entdeckt. Und an der Kirche in Drezdenko steht ein geschmiedeter Fahrradständer mit kleinen Kreuzen drauf.
In Miedzyrzecz, früher mal Meseritz, habe ich noch eine monumentale neue Kirche in der Plattenbausiedlung entdeckt. Und an der Kirche in Drezdenko steht ein geschmiedeter Fahrradständer mit kleinen Kreuzen drauf.
Später musste ich noch 5 km Sandwüste durchqueren - der einzige unbefestigte Weg auf dem Euroradweg. Fahren war zeitweilig unmöglich, selbst schieben war sehr schwer. Kein Wunder, mir kamen ungefähr zehn Reitpferde samt Reiterinnen entgegen
Die Krönung waren aber die letzten 30 km vor Drezdensko auf einer viel befahrenen Landstraße. Der Fahrbahnrand war völlig kaputt, so dass die Autos, wo immer sie konnten, in der Mitte fuhren. Nur ich musste mich am Rand lang quälen.
Polnische Autofahrer fahren übrigens auf Landstraßen immer Vollgas und verlassen für Fahrradfahrer nur ungern die Ideallinie. Auch der Zebrastreifen hat für sie nur symbolische Bedeutung. Zwar gibt es sie im abgelegensten Dorf, aber die Fußgänger warten immer bis kein Auto in der Nähe ist.
Alles in allem ist Polen eher ein Paradies für Autofahrer als für Fahrradfahrer. Aber ich hoffe noch ...
Eigentlich wollte ich noch weiter fahren, aber in Drezdenko gibts ein kleines Hotel und ich hatte heute keine Lust auf weitere Abenteuer. Der Tacho blieb bei 99 km stehen, schade!
Versöhnlicher Abschluss: eine sehr gute polnische Suppe un danach Piroggen, garniert mit dem einen oder anderen Bier.
Und Morgen gibt's wieder Frühstück mit Kaffee.
Die Krönung waren aber die letzten 30 km vor Drezdensko auf einer viel befahrenen Landstraße. Der Fahrbahnrand war völlig kaputt, so dass die Autos, wo immer sie konnten, in der Mitte fuhren. Nur ich musste mich am Rand lang quälen.
Polnische Autofahrer fahren übrigens auf Landstraßen immer Vollgas und verlassen für Fahrradfahrer nur ungern die Ideallinie. Auch der Zebrastreifen hat für sie nur symbolische Bedeutung. Zwar gibt es sie im abgelegensten Dorf, aber die Fußgänger warten immer bis kein Auto in der Nähe ist.
Alles in allem ist Polen eher ein Paradies für Autofahrer als für Fahrradfahrer. Aber ich hoffe noch ...
Eigentlich wollte ich noch weiter fahren, aber in Drezdenko gibts ein kleines Hotel und ich hatte heute keine Lust auf weitere Abenteuer. Der Tacho blieb bei 99 km stehen, schade!
Versöhnlicher Abschluss: eine sehr gute polnische Suppe un danach Piroggen, garniert mit dem einen oder anderen Bier.
Und Morgen gibt's wieder Frühstück mit Kaffee.
Heute habe ich W-Lan, da kann ich mal Bilder hochladen, das ist sonst problematisch.


Hallo Peter,
AntwortenLöschenDeine Kommentare sind herrlich und sehr erfrischend. Beim Lesen verliere ich ein wenig die Realität und frage mich, ob ich gerade in Hape Kerkeling seinem Buch "Ich bin dann mal weg" lese.
Solltest Du es kennen, muss Dir das Erlebnis mit dem Hund, wie ein déjà vu vorkommen.
Also weiterhin eine angenehme Tour, mit interessanten Erlebnissen und Eindrücken.
Gruß von einem ehemaligen Kollegen, welchem Du seinen Laptop von Vieren befreitest
hallo graf,
AntwortenLöschendeine Berichte lese ich immer frühs als erstes. bin schon immer sehr gespannt, was du am vortag erlebt hast. marco wundert sich dann immer nur, wenn ich wieder einen schmunzelanfall bekomme. habe ihm deinen link geschickt und nun lachen wir gemeinsam. pass bloss auf dein Fahrrad auf! immer schön anschließen! bis bald.
susi m.
Natürlich liest es jemand. Und zwar sehr gern.
AntwortenLöschenSabina
P.S. Arme Hunde die müssen ja jetzt Angst vor Dir haben :-)
Natürlich liest es jemand. Und zwar sehr gern.
AntwortenLöschenSabina
P.S. Arme Hunde die müssen ja jetzt Angst vor Dir haben :-)
Wir haben Dich immer im Blick, falls wir Rettungsmaßnahmen einleiten müssen ;-) Gote
AntwortenLöschenEs freut mich sehr, dass ihr meine Berichte gerne lest. Leider kann ich sie zeitlich nicht an eure Arbeitswoche anpassen. Mü ihr eben montags etwas mehr arbeiten und habt zwischendurch mal Flaute.
AntwortenLöschenSabina, ich hab nicht angefangen, das war der Hund, der Hund!
AntwortenLöschenIch will doch nur friedliche Koexistenz durch Waffengleichheit. .