So, das war's nun wirklich.
Nach achtzehn Stunden Fährüberfahrt, einer Fahrt mit der DB von Binz durch ganz Mecklenburg bin ich wieder zu Hause angekommen.
Siebzehn Tage sind seit dem Start am Brandenburger Tor vergangen, vierzehn davon habe ich auf dem Rad gesessen und dabei mehr als 1.400 km zurückgelegt. Das Wetter hat hervorragend mitgespielt, nur am Ruhetag in Elblag hatte ich etwas Regen.
Der Reiseplan ist erstaunlicherweise sehr gut aufgegangen. Insgesamt hatte ich fast immer etwas Vorsprung gegenüber der ursprünglichen Etappenplanung - besser so, als andersrum!
Polen und Litauen sind mir nicht mehr fremd und fern. Ich habe nette Menschen kennen gelernt und weiß jetzt, dass man in diesen Ländern als Tourist gut zurecht kommt. Mir ist es nur einmal passiert, dass ich etwas rüpelhaft behandelt wurde - und das war ausgerechnet in der Touristeninformation in Klaipeda.
Ansonsten waren die Mitarbeiter in Restaurants und Hotels stets sehr freundlich und zuvorkommend. Auch in kleinen Orten waren die Speisekarten immer in mehreren Sprachen abgefasst, so dass es keine bösen Überraschungen gab.
Fast überall wurde englisch oder deutsch gesprochen.
In den vielen Tante-Emma-Lädchen kann man das natürlich nicht erwarten, aber auch dort konnte ich mich gut mit Händen und Füßen verständlich machen und habe auch Sonn- und Feiertags alles bekommen, was ich zum Leben brauchte.
Nach deutschen Maßstäben kann man in beiden Ländern sehr preiswert reisen, was natürlich entsprechend der Einkommensverhältnisse nicht für die Bewohner zutrifft.
Auf ein voll bepacktes Rad kann man gar nicht immer aufpassen, trotzdem ist mir nichts abhanden gekommen. Da ich auch meine eigene Schusseligkeit unter Kontrolle hatte, habe ich mit Ausnahme von zwei Kilogramm Körpergewicht alles wieder mitgebracht.
Dass Polen und Litauen nicht unbedingt gut für Fahrradfahrer geeignet sind, habe ich ja schon erwähnt. Aber selbst das kann ich nicht verallgemeinern, weil ich zumindest in Litauen nicht auf ausgewiesenen Fahrradstrecken unterwegs war.
Alles in Allem kann ich nur feststellen, dass beide Länder durchaus eine Reise wert sind, wenn auch nicht unbedingt mit dem Fahrrad ...
Hier noch mal die ganze Tour im Überblick (per GPS aufgezeichnet und leicht bearbeitet).
Schön, dass ihr dabei ward, ich hoffe ihr lest im nächsten Jahr wieder mit, wenn es nach Norden oder Süden geht!
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Hallo Franz,
falls du die Seite gefunden hast, hier habe ich noch das Fährticket, von dem wir gesprochen haben:

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